Proxmox VE ist und bleibt durch die aktuelle Software Marktlage bei Hypervisor-Produkten in aller Munde. Aber nicht nur auf unternehmerischer Seite ist Proxmox gefragt, sondern natürlich auch im Homelab. Es eignet sich ebenfalls hervorragend für den Einsatz im Homelab auf nicht mehrere tausend Euro teuren Hardware. Doch es ist so wie immer, der Markt ist sehr voll mit Angeboten von Hardware, aber was ist für dich das passende Produkt. Dadurch das ich alles Mögliche zugesendet bekomme, habe ich einen relativ guten Überblick.
Proxmox Systemanforderungen – OS requirements
Proxmox VE selber hat für das OS (Betriebssystem) keine hohen Anforderungen. Die CPU sollte vom Typ Intel64 oder AMD64 sein und mit der vorhandenen VT/AMD-V CPU Funktion belegt sein. Das OS benötigt selber 2 GB RAM und natürlich für jeden VM-Gast entsprechend der Größe den RAM. Das Betriebssystem benötigt auch nur wenige GB Speicher, aber ich würde empfehlen 50 GB Speicher für das OS vorzuhalten. Wenn großräumig ZFS zum Einsatz kommt, dann sollte man doch auch eine kleine Schüppe RAM Volumen obendrauf legen.
Alles, was jetzt zusätzlich hinzukommt, betrifft nur die Anforderungen an deine Hypervisor Umgebung bzw. was deine VMs so verbrauchen.
Proxmox Hardware – weitere Ideen und Überlegungen
Aber was gibt es sonst noch zu beachten? Du hast vor einen Proxmox Cluster zu betreiben oder gar eine HCI (Hyper Converged Infrastructure) mittels CEPH aufzubauen, dann sind deine Anforderungen an das Cluster-Netzwerk auch etwas höher. Hier sollten mindestens 10 Gbit/s zum Einsatz kommen, evtl. besser noch 25 Gbit/s.
Bei größeren Hardware-Lösungen für 19″ Schränke gibt es natürlich auch die Option auf Batteriegepufferter Hardware-RAID Lösungen. Oder möchtest du in Zukunft mit GPUs arbeiten für KI oder VDI (Virtual Desktop Infrastructure) Lösungen, dann sollte Platz sein für GPUs.
Hardware Lösungen im Überblick
In der Vergangenheit habe ich unzählige Hardware ausprobiert und auf meinem Youtube Kanal getestet. Letztendlich bin ich immer wieder bei Minisforum oder den Barebone Produkten aus dem asiatischen Raum hängen geblieben. Es gibt zwar auch Lösungen mit Lenovo Thinkcentre, aber das hat mich nie richtig überzeugt.
Proxmox VE Homelab & KMU Lösung mit Minisforum Geräten
Das sind die drei Homelab Server Lösungen von Minisforum. Alle kommen mit genügend NVMe Slots, mit mindestens 2x 10Gbit/s (SFP+) und mehr und mit erweiterbarem SO-DIMM DDR5 RAM Sockeln. Ihr merkt also, die Geräte sind direkt für den Betrieb im Homelab ausgelegt. Der Hersteller bewirbt die Produkte seit kurzem auch eben genau für diesen Einsatzzweck.
Aktuell ist natürlich der Minisforum MS-02 Ultra der absolute Platzhirsch aus diesem Bereich und mit ca. 1.250,- € auch nicht ganz günstig, aber vereint halt eben alles, was das Homelab Herz sich wünschen würde. Sogar 2x 25 Gbit/s sind sofort mit dabei.
Aber auch wenn es etwas kleiner sein soll, sind absteigend der MS-A2 (AMD) und der MS-01 (Intel) dennoch absolute Performance Schweine im Homelab. Alle kommen mit aktueller Hardware in euer Homelab, nicht so bei vielen anderen Angeboten.
Proxmox VE im Homelab mit Barebone Hardware
Die kleinen, passiv gekühlten Barebone haben sich in der Vergangenheit als Arbeitstiere herausgestellt. Absolute Langlebigkeit bei guter Ausstattung und Erweiterungsmöglichkeiten. Eigentlich sind diese entworfen worden als Hardwareplattform für Firewall-Systeme, wie z.B. pfSense und OPNsense, aber funktionieren eben auch genauso gut im Hypervisorumfeld mit Proxmox.
Meistens sind die kleinen Systeme mit 2 SO-DIMM Slots, 2x NVMe M.2 Slots und mehreren bis zu SFP+ (10 Gbit/S) Netzwerk Ports ausgestattet. Mehr braucht eine kleine Proxmox Umgebung eigentlich nicht.
Nehmen wir als Beispiel das CWWK Barebone mit dem Intel N355 Prozessor, dort sind 2x SFP+ und 2x 2.5Gbit/s verbaut. 2 NVMe M.2 Slots, 2 SO-DIMM DDR5 Slots. Alles in allem ein super rundes Produkt, wo es an keinem Anschluss fehlt.
Mein Fazit
Diese Informationen aus diesem Artikel beruhen auf meiner Erfahrungen von Tests auf meinem Youtube-Kanal, meiner eigenen Homelab-Umgebung und vielen Kundensituationen, die diese Produkte bereits seit längerem Zeitraum in Ihrer produktiven Umgebung nutzen. Man kann also auch mit einem moderaten Investment eine sehr potente Proxmox Cluster Umgebung aufbauen. Kleinere Umgebungen (Kleine Büros, Edge Lokationen) lassen sich hervorragend mit Barebones aufbauen und wären auch im Falle eines Defektes schnell wieder hergestellt oder ausgetauscht.

Mikrotik Rose Data Server: https://mikrotik.com/product/rds2216
Du benötigst Hilfe bei der Planung, Umsetzung und Durchführung deines nächsten Proxmox VE Projektes? Du möchtest von Broadcom VMware weg migrieren? Dann darfst dich gerne bei uns melden und wir finden für dich die passende Lösung.
Kontakt: info@prox-it.de




8. September 2026 um 21:45 Uhr
Hallo Herr Schröder.
Durch Zufall bin ich auf Ihre Videos gestossen und tatsächlich nach Ausfall meiner Fritzbox auf eine Minifirewall umgestiegen. Da US Tech mehr und mehr Problem wird, OPNsense installiert. Läuft einfach gut.
Hardware Wahl war der S2 Mini PC N150 10GBE SFP+ von MNBOXCONET, s.o.rechts. Das Teil wurde zurück gegeben, da man den Eindruck eines Düsenjet hatte, so laut war der Lüfter. Wahl wurde dann ROUAFWIT Mini PC N150. Dabei fielen dann aber die SFP+ Ports weg.
Nun liegt der Glasfaser Anschluss in der Wohnung und irgendwann steht eine Umstellung von DSL auf Glasfaser an (Telekom).
Gleichzeitig bin ich durch ihre letzten Videos an Proxmox interessiert.
Der Test der UbiQuiti UCG-Fiber hat interessiert, frage mich aber warum das Teil? Wäre da ihr Vorschlag, s.o., mit dem CWWK N355 Mini
und dem Glasfaser SFP+ Modem interessanter oder funktioniert das mit dem Mini nicht.
Geben sie Ihre meinung doch einmal zum besten und vielleicht hat ja schon jemand Erfahrung. 😉
LG