Welchen UniFi Access Point kaufen, wenn es WiFi 7 sein soll? Ubiquiti hat die U7-Serie inzwischen so breit aufgestellt, dass man schnell den Überblick verliert. Für Zuhause, Homeoffice und kleine Büros bleiben am Ende drei Modelle übrig: U7 Lite, U7 Long-Range und U7 Pro. Es sind die direkten Nachfolger von U6+, U6 LR und U6 Pro aus meinem WiFi-6-Vergleich.
Kurze Antwort: Diesen UniFi U7 Access Point solltest du kaufen
- Für die meisten Wohnungen und Häuser: der UniFi U7 Lite. WiFi 7, 2,5-GbE-Uplink, läuft an normalem PoE und kostet am wenigsten. Zwei davon gut verteilt schlagen jeden einzelnen teuren Access Point.
- Für große offene Flächen und lange Wege: der UniFi U7 Long-Range. 3×3 MIMO auf 5 GHz, die höchste Sendeleistung im Trio und laut Hersteller 160 m² Abdeckung.
- Für viele Geräte und aktuelle WiFi-7-Clients: der UniFi U7 Pro. Er ist der einzige der drei mit 6 GHz und damit der Performance-Sieger.
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|---|---|---|---|
| Funkbänder | 2,4 + 5 GHz | 2,4 + 5 GHz | 2,4 + 5 + 6 GHz |
| Preis | — | 164,00 € | — |
| Zu Amazon | Amazon | Amazon | Amazon |
| MIMO 5 GHz | 2×2 | 3×3 | 2×2 |
| Max. 5 GHz | 4,3 Gbit/s | 4,3 Gbit/s | 4,3 Gbit/s |
| Max. 6 GHz | nein | nein | 5,8 Gbit/s |
| Abdeckung | 115 m² | 160 m² | 140 m² |
| Max. Clients | 200+ | 300+ | 300+ |
| Spatial Streams | 4 | 5 | 6 |
| Sendeleistung 5 GHz | 24 dBm | 27 dBm | 26 dBm |
| Durchmesser x Höhe | 171,5 x 33 mm | 175,7 x 43 mm | 206 x 46 mm |
| Strom | PoE, 13 W | PoE, 14 W | PoE+, 21 W |
| Ideal für | Wohnung, Haus | Große Flächen | Viele Clients, Büro |
UniFi Store: U7 Lite | U7 Long-Range | U7 Pro
U7 Lite, U7 LR und U7 Pro im Detail
UniFi U7 Lite: der Preis-Leistungs-Sieger
Der U7 Lite ist der günstigste Einstieg in WiFi 7 bei UniFi und für die meisten Haushalte die richtige Wahl. 2×2 MIMO auf beiden Bändern, vier Spatial Streams, 2,5-GbE-Port und ein Gehäuse mit gerade einmal 171 mm Durchmesser. Er kommt mit normalem PoE aus und zieht maximal 13 Watt, läuft also auch an kleinen PoE-Switches ohne Plus im Namen.
Die 4,3 Gbit/s auf 5 GHz gelten bei 240 MHz Kanalbreite. Im Alltag funkst du mit 80 oder 160 MHz, und da liegt ein typisches 2×2-Endgerät bei ein bis gut zwei Gigabit brutto. Das ist mehr, als die meisten Internetanschlüsse hergeben. Was fehlt, ist 6 GHz.
UniFi U7 Long-Range: der Reichweiten-Spezialist
Der U7 LR ist ebenfalls ein Dualband-Gerät, hat auf 5 GHz aber drei Antennen statt zwei und mit 27 dBm die höchste Sendeleistung der drei. Durch 3×3 MIMO erreicht er die 4,3 Gbit/s schon bei 160 MHz Kanalbreite, und Geräte am Rand der Funkzelle bekommen ein stabileres Signal. Ubiquiti gibt 160 m² Abdeckung und 300+ Clients an. Trotzdem reicht ihm normales PoE mit maximal 14 Watt.
Bitte nicht falsch verstehen: Long-Range heißt große offene Flächen, nicht Stahlbeton. Durch zwei Geschossdecken kommt auch der LR nicht vernünftig durch, und dein Smartphone muss mit seiner kleinen Antenne ja auch noch zurückfunken. Für Werkstatt, Halle, Großraumbüro oder ein langgezogenes Erdgeschoss mit Terrasse ist er dagegen genau richtig.
UniFi U7 Pro: der Performance-Sieger
Der U7 Pro ist der einzige Triband-Access-Point im Vergleich. Zu 2,4 und 5 GHz kommt ein eigenes 6-GHz-Radio mit bis zu 5,8 Gbit/s bei 320 MHz Kanalbreite. Auf 6 GHz funken bisher kaum Nachbarn, es gibt kein DFS und keine Radar-Wartezeiten. Wer ein aktuelles iPhone, Pixel, Galaxy oder ein Notebook mit WiFi 6E oder WiFi 7 hat, merkt den Unterschied im selben Raum sofort.
Drei Dinge gehören zur Wahrheit dazu. In Deutschland ist nur der untere Teil des 6-GHz-Bandes freigegeben, das reicht für genau einen 320-MHz-Kanal oder drei Kanäle mit 160 MHz. 6 GHz hat die kürzeste Reichweite und mag Wände noch weniger als 5 GHz. Und der U7 Pro braucht PoE+ mit bis zu 21 Watt, ist mit 206 mm deutlich größer und hat einen kleinen Lüfter verbaut.
Was du für den Betrieb brauchst: PoE, 2,5 Gbit/s und Controller
Bei keinem der drei liegt ein Netzteil oder PoE-Injektor im Karton. Strom kommt ausschließlich über das Netzwerkkabel.
- PoE-Quelle: U7 Lite und U7 LR laufen an PoE (802.3af), der U7 Pro verlangt PoE+ (802.3at). Rechne beim Switch das Gesamtbudget durch: Drei U7 Pro sind schon über 60 Watt. Alternativ gibt es von Ubiquiti den 2.5G PoE+ Adapter mit 30 Watt als Injektor.
- 2,5-GbE-Port: An einem Gigabit-Port funktionieren alle drei, aber dann ist bei rund 940 Mbit/s Schluss. Wer die WiFi-7-Geschwindigkeit wirklich nutzen will, braucht einen 2,5-Gbit/s-Switch mit PoE.
- UniFi Network: Eingerichtet und verwaltet werden die Access Points über die UniFi-Network-Anwendung, entweder auf einem Cloud Gateway oder selbst gehostet. Der U7 Lite braucht mindestens Version 9.0.114, der U7 LR 9.1.120, der U7 Pro 8.0.28. Welches Gateway zu dir passt, steht in meinem UniFi Gateway Vergleich.
- Montage: Decke schlägt Wand, Wand schlägt Schrank. Die Antennen strahlen von der Vorderseite weg in den Raum, mittig an der Decke holst du am meisten heraus.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Deine Endgeräte: 6 GHz bringt nur etwas, wenn deine Clients WiFi 6E oder WiFi 7 können. Laufen bei dir hauptsächlich ältere Notebooks, Fernseher und Smart-Home-Geräte, sparst du dir den Aufpreis zum U7 Pro.
- Lieber zwei kleine als ein großer: Zwei U7 Lite auf zwei Etagen liefern ein besseres WLAN als ein einzelner U7 Pro im Flur. Die Abdeckungswerte im Datenblatt gelten für freie Fläche, jede Wand kostet.
- Kabel vor Mesh: Alle drei können Wireless Meshing, aber jeder Funk-Hop halbiert grob die Bandbreite. Ein Access Point gehört ans Kabel.
- Preise: Im UniFi Store stehen die drei mit 99, 159 und 189 US-Dollar in der Liste, in Euro inklusive Steuer landest du etwas darüber. Bei Amazon schwanken die Preise je nach Händler stark, der UniFi Store ist oft die günstigere Adresse, wenn das Modell lieferbar ist.
- Upgrade vom U6? Wer U6 Pro oder U6 LR an der Decke hat und zufrieden ist, muss nichts tun. Lohnend wird der Wechsel, wenn du auf 2,5 GbE umstellst, 6 GHz nutzen willst oder ohnehin weitere Access Points brauchst.
Strahlungsdiagramme der U7 Access Points
U7 Lite

U7 Long Range

U7 Pro

Häufige Fragen
Welcher UniFi U7 Access Point ist der beste für Zuhause?
Für die meisten Haushalte der U7 Lite, bei Bedarf zweimal. Wer viele aktuelle WiFi-7-Geräte hat und das 6-GHz-Band nutzen möchte, greift zum U7 Pro.
Was ist der Unterschied zwischen U7 Pro und U7 Long-Range?
Der U7 Pro hat ein zusätzliches 6-GHz-Radio und braucht PoE+. Der U7 Long-Range bleibt bei 2,4 und 5 GHz, hat dafür 3×3 MIMO und mehr Sendeleistung auf 5 GHz und kommt mit normalem PoE aus.
Haben U7 Lite und U7 LR 6 GHz?
Nein. Beide sind Dualband-Access-Points mit WiFi 7 auf 2,4 und 5 GHz. 6 GHz gibt es in diesem Vergleich nur beim U7 Pro.
Funktionieren die U7 Access Points ohne UniFi Gateway?
Ja. Du brauchst nur die UniFi-Network-Anwendung zur Einrichtung, zum Beispiel selbst gehostet auf einem Server oder Mini-PC. Router kann weiterhin eine Fritzbox oder OPNsense sein.
Reicht ein Gigabit-Switch für den U7 Pro?
Er läuft damit, wird aber ausgebremst. Schnelle Clients schaffen im WLAN mehr als ein Gigabit, deshalb gehört vor einen U7 ein 2,5-GbE-Port mit PoE+.
Fazit: U7 Lite, U7 LR oder U7 Pro?
Der U7 Lite ist mein Preis-Leistungs-Sieger und für Wohnung, Haus und Homeoffice die vernünftigste Wahl. Der U7 Pro holt sich den Performance-Sieg, sobald 6-GHz-fähige Geräte im Netz sind und viele Clients gleichzeitig funken. Der U7 Long-Range bleibt der Spezialist für große, offene Flächen. Alle drei haben ihre Berechtigung, genau wie schon bei der U6-Generation.







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