Warum ArtCraft einen Blick wert ist

Bilder, Videos, Grafiken oder Dokumente erstellen und editieren jedoch ganz ohne Abo von großen Tech-Konzernen? Dann ist ArtCraft eventuell genau das richtige für dich…

Das Team unter dem Namen „Crafting Apps“ hat eine ganze Reihe von kostenlosen Open-Source-Programmen ins Leben gerufen, die alle in Rust mittels Vibe-Coding entstanden sind. Dazu gehörten Anwendungen von der Bildbearbeitung, über den Videoschnitt bis hin zu Office-Anwendungen, die jeweils einzeln betrieben werden können.

Klingt auf den ersten Blick ziemlich gut, oder? Allerdings ersetzt das gleich nicht alles und hilft euch dabei morgen alle Abos zu kündigen, bietet aber einen Blick was man mit KI heutzutage alles erstellen kann.

Sind wir im Zeitalter angekommen, in dem Software nichts mehr wert ist?

Was ist ArtCraft eigentlich?

Bei ArtCraft muss man zunächst zwei Dinge auseinanderhalten:

Zum einen gibt es das ArtCraft-Studio, das sich mit KI-gestützte Bild- und Videogenerierung beschäftigt. Statt ausschließlich einen Text einzugeben und auf ein gutes Ergebnis zu hoffen, kannst du Szenen mit Bildern, 3D-Objekten und positionierten Figuren vorbereiten. Die Idee dahinter: erst die Bildgestaltung kontrollieren und anschließend mit einem generativen Modell rendern lassen.

Zum anderen gibt es die Crafting Apps, die als eigenständige Kreativ- und Produktivitätsprogramme als kostenlose Open-Source-Programme verfügbar sind und auf die wir hier näher eingehen.

Kurz gesagt: ArtCraft ist nicht einfach nur „Photoshop in kostenlos“. Das Projekt versucht, gleich mehrere Bereiche abzudecken, für die man sonst unterschiedliche Programme benötigt.

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Was die Crafting Apps anbieten

Die Namen machen relativ deutlich, in welche Richtung die jeweiligen Programme gehen. Die offizielle Projektseite beschreibt unter anderem diese Anwendungen:

AnwendungGedachter Einsatzbereich
PhotoCraftBilder bearbeiten
VectorCraftVektorgrafiken und Illustrationen erstellen
FilmCraftVideos schneiden
LightCraftFotos verwalten und RAW-Dateien entwickeln
PdfCraftPDFs lesen, zusammenführen, aufteilen und bearbeiten
EffectCraftMotion Graphics und visuelle Effekte
DesignCraftSeitenlayout und Publishing
FigCraftOberflächen gestalten und Prototypen erstellen
WordCraftTextverarbeitung
SoundCraftAudio aufnehmen, bearbeiten und mischen
DeckCraftPräsentationen erstellen
CADCraftTechnische Zeichnungen und Konstruktion
GridCraftTabellenkalkulation und Datenanalyse

Diese kleine Übersicht zeigt vor allem, das sich das Entwicklerteam nicht gerade wenig vorgenommen hat. Wichtig ist jedoch, das durch Vibe-Coding ständig neue Produkte entstehen- eine aktuelle Übersicht findet ihr auf der offiziellen Webseite: https://getartcraft.com/apps

Open-Source & KI

Vermutlich ist ArtCraft wirklich groß geworden, da die Anwendungen nach Angaben des Entwicklers „Brandon Thomas“ mittels VibeCoding entstanden sind. Der Treiber war anscheinend seine Frust aufgrund einer Kündigungsgebühr bei Adobe – das ist mal eine konsequente Form der Beschwerde, nicht?

Er veröffentlichte die Anwendungen als Open-Source-Projekte, die du samt Quellcode in GitHub finden kannst. Somit kann man nicht nur kostenlos auf die Anwendungen zugreifen sondern diese auch selbst weiterentwickeln.

Dieses Projekt stellt nicht nur Abo-Modelle für Software in Frage sondern zeigt auch, was Software heute noch an Wert hat. Mit wenig Budget und Zeit kann man heutzutage Dinge auf die Beine stellen, wofür man früher ganze Teams und Monate bis Jahre benötigt hat, um sowas zu launchen.

Für wen lohnt sich ein Blick?

Naja – ehrlicherweise lohnt es sich für jeden, einmal einen Blick drauf zu werfen.

Zum einen ein Gefühl dafür zu bekommen, was man mit KI erstellen kann und zum einen, ob das eventuell die Lösung ist um von Abo-Modellen weg zu kommen. Das betrifft Privatanwender oder auch Unternehmen egal welcher Größe.

und nun?

ArtCraft ist ein interessantes Projekt aus gleich mehreren Sichtweisen. Zum einen, wie viel (gute) Software heute noch durch KI wert ist. Jeder kann jederzeit aus dem nichts etwas bauen, ohne dafür spezielles Wissen zu besitzen oder geschweige denn große Budgets. Zum anderen, ob zwangsläufig Abo-Modelle für Anwendungen noch zukunftssicher sind.

Mein Fazit ist also nicht, gleich alles über den Haufen zu schmeißen, Abos zu kündigen und nur ArtCraft & Co. zu verfolgen, sondern mit seinen eigenen Anforderungen erst einmal zu testen und dann zu entscheiden, ob ArtCraft eine Alternative ist. Vielleicht reicht dir bereits eine der Anwendungen für eine bestimmte Aufgabe oder vielleicht fehlen noch entscheidende Funktionen, die du unbedingt benötigst.

Habt ihr ArtCraft oder eine der Crafting Apps schon ausprobiert? Welche Anwendung interessiert euch besonders – und wo müsste sie überzeugen, damit ihr eure bisherige Software tatsächlich ersetzen würdet? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare. 🙂