Vor ein paar Wochen hatte ich eine simple Idee: zwei Nischenseiten rund um VPNs bauen, sauber für Affiliate-Marketing aufgesetzt. Heute sind sie online – einmal vpn-best.com für die „Welcher VPN ist der beste?“-Frage und einmal vpn-kostenlos.com für alle, die nach kostenlosen VPN-Lösungen suchen. Das Spannende: Den Großteil habe ich nicht von Hand getippt, sondern mit Claude Code auf der Linux-Konsole gebaut. In diesem Artikel zeige ich dir, wie das ging, warum ich es so gemacht habe – und wie du dasselbe hinbekommst.
Warum zwei Seiten – und warum überhaupt VPN?
VPNs sind ein Affiliate-Klassiker: hohe Provisionen, riesiges Suchvolumen, klare Kaufabsicht. Aber genau deshalb ist die Nische hart umkämpft. Mein Trick war, das Thema in zwei Suchintentionen aufzuteilen statt alles auf eine Seite zu quetschen.
vpn-best.com bedient die Leute, die bereit sind Geld auszugeben und einfach den „besten“ VPN suchen – also Vergleiche, Testsieger, Premium-Anbieter. vpn-kostenlos.com fängt die Gratis-Sucher ab, die man dann sanft auf günstige Einsteiger-Tarife lenkt. Zwei Domains, zwei klare Keyword-Cluster, weniger interne Konkurrenz. Für SEO ist das Gold wert, weil jede Seite thematisch fokussiert bleibt.
Was Claude Code eigentlich ist
Kurz gesagt: Claude Code ist ein KI-Assistent, der direkt in deiner Kommandozeile läuft. Du beschreibst in normaler Sprache, was du willst, und er schreibt, ändert und testet den Code in deinem Projektordner. Kein ewiges Copy-Paste zwischen Browser und Editor – die KI arbeitet direkt mit deinen Dateien. Für jemanden, der schnell eine Landingpage oder ein WordPress-Theme aufsetzen will, ist das ein echter Gamechanger.
Schritt für Schritt: deine VPN-Seite mit Claude Code
Hier die Kurzanleitung, wie ich vorgegangen bin. Du brauchst einen Linux-Rechner (oder WSL unter Windows) und Node.js.
1. Claude Code installieren. Auf der Konsole:
npm install -g @anthropic-ai/claude-codeDanach einmal claude eingeben, mit deinem Anthropic-Account anmelden – fertig.
2. Projektordner anlegen.
mkdir vpn-best && cd vpn-best
claudeJetzt läuft Claude Code im Projektordner und kennt den Kontext.
3. Einfach sagen, was du willst. Genau hier passiert die Magie. Ich habe Prompts genutzt wie:
„Baue mir eine schnelle, responsive Landingpage für einen VPN-Vergleich. Hero-Section, Vergleichstabelle für fünf Anbieter, FAQ und ein klares Call-to-Action. Sauberes HTML/CSS, ladeoptimiert.“
Claude Code schreibt die Dateien, du schaust drüber, gibst Feedback („mach die Tabelle sortierbar“, „füg ein Cookie-Banner hinzu“) und es iteriert. So entstanden beide Seiten in wenigen Abenden.
4. WordPress-Anbindung. Da meine Seiten als WordPress-Blog laufen, habe ich Claude Code ein schlankes Child-Theme und ein paar Shortcodes für die Vergleichsboxen bauen lassen. Auch hier: einfach beschreiben, prüfen, anpassen.
5. Deployen. Jetzt kommt das Theme auf den Server. Ich nutze rsync über SSH, das überträgt nur geänderte Dateien:
# Theme auf den Server schieben (Pfad anpassen)
rsync -avz --delete ./wp-content/themes/vpn-best/ \
user@dein-server.de:/var/www/vpn-best.com/wp-content/themes/vpn-best/Alternativ per Git, wenn du den Server schon angebunden hast:
git add .
git commit -m "Theme-Update VPN-Vergleich"
git push origin main
# auf dem Server (per SSH eingeloggt)
ssh user@dein-server.de
cd /var/www/vpn-best.com
git pull origin mainDanach das Theme aktivieren – entweder im WordPress-Backend unter Design → Themes oder direkt per WP-CLI auf dem Server:
wp theme activate vpn-best
wp cache flushUnd falls du Plugins oder den WordPress-Core gleich mit aktuell halten willst:
wp core update
wp plugin update --allDas war’s – Seite läuft. Der eigentliche Aufwand liegt jetzt nicht mehr im Code, sondern im Drumherum: Inhalte, Keywords, Affiliate-Deals.
„Vibe-Coding“ ist toll – aber kümmere dich um Security
Genau hier wird’s wichtig. Das Gute zuerst: Die eigentliche Absicherung kann Claude Code größtenteils selbst übernehmen. Du musst nicht jede Konfigurationszeile auswendig können – du musst nur wissen, was überhaupt abgesichert werden soll. Genau das ist der Punkt, den viele beim „Vibe-Coding“ überspringen: Sie lassen blind generieren und wissen am Ende nicht, welche Türen offenstehen. Deshalb hier die Liste der Dinge, die du auf dem Schirm haben musst – die Umsetzung kannst du dann getrost an Claude delegieren, zum Beispiel mit einem Prompt wie:
„Geh mein Projekt auf typische Sicherheitslücken durch: Nutzereingaben, Secrets, Dependencies. Schreib mir eine sichere
.htaccessund die passenden Security-Header und erklär mir kurz, was jede Regel macht.“
Das sind die Bereiche, die du kennen solltest:
Nutzereingaben. Alles, was ein Besucher eintippen kann (Formulare, Kommentare, Suchfelder), ist ein Einfallstor für SQL-Injection und XSS. Lass Claude die Eingaben sauber escapen und validieren – aber sag ihm, dass es diese Felder gibt.
Secrets. API-Keys, Affiliate-Tokens und Datenbank-Passwörter gehören in eine .env-Datei, niemals ins Repository. Claude legt dir die .gitignore mit .env an, wenn du es ansprichst:
echo ".env" >> .gitignoreWordPress-Härtung. Automatische Updates, ein Security-Plugin (z. B. Wordfence), starke Passwörter, 2-Faktor im Admin und das /wp-admin zusätzlich schützen. Die meisten gehackten WordPress-Seiten fallen über veraltete Plugins – das Update-Kommando kennst du schon von oben (wp plugin update --all).
HTTPS und Security-Header. Kostenloses SSL via Let’s Encrypt, dazu Header wie Content-Security-Policy, X-Frame-Options und Strict-Transport-Security. Das Zertifikat ist mit zwei Befehlen erledigt:
sudo apt install certbot python3-certbot-nginx
sudo certbot --nginx -d vpn-best.com -d www.vpn-best.comDie Header-Config schreibt dir Claude für Nginx oder Apache – lass sie dir aber erklären.
Dependencies. Keine zwielichtigen npm-Pakete einbauen. Ein schneller Check, den du regelmäßig laufen lässt:
npm audit
npm audit fixKurz: KI nimmt dir das Tippen und einen Großteil der Absicherung ab – aber nicht das Wissen darüber, was schützenswert ist. Wer diese Bereiche im Kopf hat und Claude gezielt darauf ansetzt, baut auch mit Vibe-Coding sichere Seiten.
Der Affiliate-Teil
Sobald die Seiten standen, ging es ans Geldverdienen. Ich habe mich bei den Partnerprogrammen der großen VPN-Anbieter angemeldet, die Affiliate-Links in die Vergleichsboxen eingebaut und – wichtig für die Rechtssicherheit – jeden Werbelink als solchen gekennzeichnet sowie ein Impressum und eine Datenschutzerklärung ergänzt. Tracking läuft über die anbietereigenen Dashboards plus ein bisschen eigenes UTM-Tagging.
Der Clou bleibt die Aufteilung: Wer bei vpn-best.com landet, ist kaufbereit. Wer bei vpn-kostenlos.com reinschaut, wird erst informiert und dann zu günstigen Tarifen geführt. Zwei Trichter, eine Strategie.
Fazit: einfacher Einstieg, echtes Potenzial
Was mich am meisten überrascht hat: Die technische Hürde, eine Affiliate-Seite zu bauen, ist mit Claude Code praktisch weg. Wo ich früher Tage mit HTML, CSS und WordPress-Frickelei verbracht hätte, reicht heute eine klare Beschreibung dessen, was ich will. Die Zeit, die frei wird, steckt man dann in das, was wirklich zählt: gute Inhalte, durchdachte SEO und solide Security.
Wenn du selbst loslegen willst, schau dir gern meine beiden Projekte als Inspiration an: vpn-best.com und vpn-kostenlos.com. Und dann: Konsole auf, claude eintippen, und einfach anfangen.



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